Für welche Bienenrasse habe ich in meiner Imkerei entschieden? |
Die Bienen meiner ImkereiBei der Suche nach Bienenvölkern mußte ich mich natürlich unweigerlich auch mit Thema Biene als solches auseinandersetzen, d. h. Herkunft, Haltung, Lebensweise u.s.w. Dabei stellt man dann schnell fest, daß Biene nicht gleich Biene ist. So beherbergt die heimische Biene Apis mellifera eine Reihe Rassen, von denen hier die wichtigsten vorgestellt sein sollen. - Die Dunkle Biene, Apis mellifera mellifera, ist die einzige im nörlichen Mitteleuropa wirklich heimische Biene. Sie besitzt eine hohe Winterfestigkeit, geringe Schwarmneigung und eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft gegenüber Eindringlingen. Die Volksstärke und damit auch der Honigertrag ist aber im allgemeinen geringer, als bei anderen Rassen. Daher ist es nicht verwunderlich, daß diese Rasse durch Verdrängung an den Rand der Ausrottung getrieben wurde. - Eine in Deutschland sehr verbreitete Rasse ist die Kärntner Biene Apis mellifera carnica. Sie stammt wie der Name schon vermuten lässt aus der Österreichischen Region. Es handelt sich hierbei um eine sehr sanftmütige Biene, die starke Völker mit hohen Honigerträgen hervorbringt. Leider neigt sie auch zu einem erhöhten Schwarmtrieb, was für den Imker wiederum viel Arbeit bedeutet. - Die Italienische Biene Apis mellifera ligustica ist die weltweit am weitesten verbreitetste Rasse. Es ist eine auffallend gelb gefärbte Biene, die sehr starke Völker bei geringer Schwarmneigung bildet. Mit dieser Biene imkert man vor allem in Skandinavien, Amerika, Australien und Neuseeland. In Deutschland wird sie eher selten gehalten. - Die Buckfastbiene, eine bei uns inzwischen sehr verbreitete Rasse, ist eine durch gezielte Züchtung, also nicht natülich entstandene Biene. Sie ist sehr sanftmütig, bildet starke Völker und liefert bei einer hohen winterfestigkeit sehr gute Honigernten. Darüberhinaus besitzt sie einen geringen Schwarmtrieb und ist somit eine Biene, die bei geringstmöglichem Arbeitsaufwand sehr hohe Honigerträge bringt. - Erwähnenswert sind noch die afrikanischen Bienen wie zum Beispiel Apis mellifera capensis, Apis mellifera adansonii oder Apis mellifera scutellata. Für die mitteleuropäische Imkerei sind die afirkanischen Rassen alledings bedeutungslos, da sie mit unserem gemäßigten Klima nur unzureichend bis gar nicht zurecht kommen. Trotzdem erreichte scutellata traurige Berühmtheit, als sich während eines Projektes in Südamerika Königinnen dieser Rasse mit den dort gehaltenen vermischten und die sogenannten "Killerbienen" hervorbrachten. Beim Vergleich all dieser Rassen fiel meine Entscheidung dann auch relativ schnell auf die Buckfastbiene. Sie ist meiner Meinung nach für Hobbyimker die beste Wahl, da neben all ihren positiven Eigenschaften vor allem der Arbeitsaufwand vergleichsweise gering ist. |

Home
Sitemap
Kontakt
Drucken
Tip geben













